Sonntag, 20. April 2025

Ein Hochhaus gefüllt mit Kunst: das Munch-Museum

Oslo im Regen. Wie immer, könnte ich fast sagen. Ich versuche, den Regen zu ignorieren und lasse mir die Laune nicht verderben. In dieser Stadt stört Regen kaum, solange es gute Museen gibt. Ich ziehe mich warm und wetterfest an.


Der Tag beginnt mit einem Spaziergang an kleinen Saunahäuschen vorbei zur Oper. Am Dach genieße ich die besondere Architektur dieses Stadtteils. Ja, richtig gelesen: In Oslo ist das Dach der Oper begehbar. Die Aussicht auf den Fjord, die glänzenden Platten unter den Füßen, der Wind im Gesicht – das macht mich wach.






Danach wartet das Munch-Museum. Ein riesiger Bau mit elf Stockwerken ragt in den Himmel. Die Bar am Dach? Leider zu Ostern geschlossen. Edvard Munch pur. Ich kenne seine Werke nicht allzu gut, aber was ich heute sehe, beeindruckt mich zutiefst. Ich erfahre mehr über sein Leben, seine Arbeit und seine Persönlichkeit.







Drei verschiedene Versionen von Der Schrei sind zu sehen. Jede für sich ein Erlebnis. Besonders eindrucksvoll ist ein verdunkelter Raum, in dem sich alle 40 Minuten ein anderes Fenster öffnet, wie von Geisterhand, ganz still, und jeweils ein anderes Schrei-Bild stimmungsvoll in Szene gesetzt wird. Ein kleines Theater für die große Emotion. Die Besucher stehen erwartungsvoll, zücken ihre Handys und machen ihr persönliches Schrei-Bild.




Auftragsarbeit für die Osloer Universität:




Neben Munch entdecke ich auch Arnold Schönberg von Oskar Kokoschka – eine angenehme Überraschung aus der Heimat. Und eine Sonderausstellung des Deutsch-Österreichers Georg Baselitz bringt nochmals eine ganz andere Wucht in die Räume.




Das Museum selbst? Architektonisch ein Statement: offen, klar, nordisch. Und ja, ich bin begeistert. Und ja, es regnet noch immer.

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