Das Nasjonalmuseet steht am Programm. Das Gebäude ist so groß, dass es selbst mich einschüchtert. Robert sagt nur: „Das dauert den ganzen Tag. Ich brauche einen Kaffee.“ Kunst von der Antike bis zur modernen Gegenwart – ein Tsunami an Eindrücken.
Hier verstecken sich meine Artemisia Gentileschi und ihr Vater Orazio, Vincent van Gogh, Claude Monet und natürlich Edvard Munch. Munch und Der Schrei sind eine Wucht. Dem Künstler sind ein eigener Raum und sogar der Vorraum gewidmet – sehr beeindruckend. Was wird mich wohl im Munch-Museum noch erwarten?
Viele nordische Künstlerseelen ziehen mich in ihren Bann. Ich entdecke auch einige Frauennamen – das freut mich besonders. Ich verliere mich in Stimmungen, Farben und Blicken. Die norwegischen Klassiker – kraftvoll, melancholisch, ganz nah. Eine Ausstellung, die mich staunen lässt. Ich hätte dort Stunden verbringen können. Und habe es auch: viereinhalb.
Danach geht es weiter zum Astrup Fearnley Museet. Die Architektur: modern, kühl, teuer – gefällt mir. Die Sammlung? Naja. Die Sonderausstellung von Frida Orupabo hat interessante Ansätze, aber die restliche Kollektion… kann man mögen, muss ich nicht mögen. Mir bleibt das Gefühl: Konzept schlägt Inhalt. Ich laufe durch, wundere mich – und gehe mit Kopfschütteln.
Kunst kann vieles – heute hat sie mir gezeigt: Ich muss sie nicht immer verstehen. Aber sie muss mir gefallen. Dafür war der Spaziergang zwischen den Museen schön. Und am Ende zählt das auch.
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